Schulmüdigkeit & Schulverweigerung
Die Umsetzung des Projekts "Schulverweigerung - Die 2. Chance" erfolgt in Göttingen durch eine Kooperation zwischen der Beschäftigungsförderung Göttingen kAöR und der Jugendhilfe Göttingen e.V.. Seit November 2006 stellt die Jugendhilfe Göttingen e.V. die Koordinierungsstelle für dieses Projekt.
Zunehmend mehr Kinder und Jugendliche verweigern den regelmäßigen Schulbesuch und gefährden so ihren Schulabschluss. Merkmale von schulverweigerndem Verhalten sind:
- Wiederholtes, unentschuldigtes Fehlen
- Permanentes Stören des Unterrichts
- Desinteresse am Unterrichtsgeschehen (psychisch abwesend)
- Häufiges entschuldigtes Fehlen (inhaltlich nicht mehr nachvollziehbar)
Die Gründe dafür sind vielfältig: Angst vor der Schule, unzureichende Schulleistungen, Versagensängste, Außenseiter-innenstellung im Klassenverband, schwierige, problembelastete familiäre Verhältnisse, unklare Strukturen und fehlende Bezugssysteme etc.. Dies kann dazu führen, dass Schüler-innen den regelmäßigen Schulbesuch verweigern und damit ihren Schulabschluss gefährden. Die Folgen sind häufig mangelnde berufliche Perspektiven.
Das ESF-Programm - "Schulverweigerung - Die 2. Chance"
Das Programm hat sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen bei der Integration in die Schule zu unterstützen. Kinder und Jugendliche sollen eine individuelle, auf ihre persönliche Lebenssituation zugeschnittene Betreuung erhalten, die es ihnen erleichtert, die Schule zu besuchen und einen Abschluss zu erreichen.
Zielgruppe des Programms
Schülerinnen und Schüler, die ...
- mindestens 12 Jahre alt sind und sich maximal am Beginn des Besuchs der letzten Klassenstufe befinden,
- eine allgemein bildende Regelschule besuchen, auf der der Erwerb eines Hauptschulabschlusses möglich ist.
- ihren Schulabschluss durch aktive oder passive Schulverweigerung gefährden.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Ein Einstieg ist nach Absprache mit der Koordinierungsstelle jederzeit möglich.
Die Koordinierungsstelle
In der Koordinierungsstelle finden Schüler/innen und Eltern feste Ansprechpartner, die sich um ihre Angelegenheiten kümmern und sie auf dem Weg zu einem Schulabschluss begleiten.
Die Mitarbeiter/innen der Koordinierungsstelle arbeiten eng mit der Familie, mit der Schule und dem Allgemeinen Sozialen Dient der Jugendämter zusammen. Gemeinsam werden für jeden Schüler, jede Schülerin individuelle Förderpläne erstellt.
Ziele
Die Ziele des Projektes sind:
- Reintegration in schulische Lernprozesse
- Förderung schulischer und sozialer Kompetenzen
- Motivation zum Schulbesuch, Schule als Lernort akzeptieren
- Persönliche Stabilisierung der Projektteilnehmer/innen
- Vorbereitung auf berufliche Bildungsprozesse
Unterstützungsangebote
Die Mitarbeiter/innen der Koordinierungsstelle stehen den Schüler/innen und Eltern als feste Ansprechpartner zur Verfügung und bieten Unterstützung bei schulischen Angelegenheiten, im Umgang mit Behörden und bei der Freizeitplanung. Zu den Angeboten gehören:
- Freizeitaktivitäten - Sport, Theater, künstlerisches Gestalten, Ausflüge, etc
- Outdooraktivitäten - Klettern, Reiten, Kanutouren, etc.
- Geschlechtsspezifische Angebote
- Training zur Förderung sozialer Kompetenzen
- Praktika in Jugendwerkstätten oder Betrieben
- Berufsorientierung
- Aufbau und Vernetzung von Unterstützungsangeboten
Weitere Informationen finden Sie in unserem Downloadbereich.
So erreichen Sie uns:
Schulverweigerung - Die 2. Chance
Koordinierungsstelle Göttingen
Untere Karspüle 4
37073 Göttingen
Projektteam:
Christine Witt Tel: 0551 / 70 79 41 5
Herbert Maibohm Tel: 0551 / 70 79 41 7
Mobil: 0172 / 24 96 84 1
Fax: 0551 / 70 79 41 8
eMail: 2.chance (at) jugendhilfe-goettingen.de
Finanzierung:
Das Programm wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert.
Gefördert von:



Schulverweigerung - 2. Chance


